Montag, 5. November 2007

Expelliarmus!

SPOILERWARNUNG
Ein Post, den ich in den Ferien am Gardasee verfasst habe, teils ergänzt oder redigiert. Über Harry.

"Aus. Nach etwa 11 Stunden Lesen habe ich den siebten Harry Potter-Band, "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes", zugeschlagen. Ich bin eigentlich sprachlos und werde versuchen, Gefühle, die ich nicht verstehe, niederzuschreiben.
Man sollte meinen, dass ein ein fiktives Thema behandelndes Buch keine Reaktionen hervorrufen kann, die mich so verrückt machen, aber Ausnahmen bestätigen offenbar die Regel.
Viele Bücher haben mich fasziniert, erregt, zum Nachdenken gebracht, doch diese unbeschreiblichen Gefühle habe ich, nur durch Lesen, noch nie erlebt. Ein Kritiker, der die Welt, die von J. K. Rowling erschaffen wurde, als einfallslos oder schlecht geschrieben bezeichnet, verfügt, meiner Meinung nach, offensichtlich nicht über Fantasie. Rowling hat es mit normalen Schreibmitteln und einem anfangs harmlosen Zaubermärchen geschafft, mich vollends zu benebeln. Dieses Miterleben, Mitleiden, Mitlieben mit den Charakteren habe ich so überwältigend noch nie erlebt. Ich war, als Beispiel, sehr glücklich, als Walter Moers' Blaubär endlich inmitten seiner Artgenossen und mit seiner Liebe leben durfte. Aber solche Fassungslosigkeit wie beim Tod Freds, solches Mitfiebern wie bei der Flucht zum Fuchsbau, solches Glück, wenn Harry, Ron und hermine wieder ein Stück weiter in ihrer Suche und ihrem Kampf waren und zuletzt solche Erleichterung, Ruhe und unglaubliche Freude, als endlich, nach siebenmaligem Hoffen, die Geschichte gut ausgeht und die Protagonisten frei und glücklich leben dürfen, solche Gefühle hat kein Autor bisher in mir wecken können.
Sollte ich diesen Roman ernsthaft rezensieren müssen, hätte ich ernsthafte Schwierigkeiten, Schwachpunkte aufzudecken. Gut, Dumbledores teils sehr verworrene Theorien verursachen hin und wieder Kopfschmerzen, Harrys Wiederauferstehung könnte man als Überschreitung der Grenzen des Möglichen bezeichnen. Aber das alles fügt dem Roman nur noch mehr dieser undurchdringlichen Magie hinzu und hilft bei der Erschaffung eines solch grandiosen, fiktiven Universums, dass die liebgewonnenen Welten aus Star Wars und Star Gate, der Fantasiekontinent Zamonien nahezu links liegengelassen werden.
Ich bin begeistert und weiß eigentlich nicht, was ich noch sagen sollte, außer Joanne K. Rowling zu danken. Von meiner Seite sollte alles über die Magie der Zauberei gesagt sein."

Ich war auch einen Tag später emotional noch vollkommen im Eimer. Der ganze Text wirkt, denke ich, etwas übereuphorisch und einseitig, aber ich habe ihn geschrieben, als ich wirklich erst wenige Minuten davor mit dem Lesen fertig war. Er sollte also meine Gefühle nachvollziehen lassen können.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

so gings mir vor ca 6 Jahren als ich "Das Bernsteinteleskop" zu ende gelesen hatte. Kann sein des des lange nich so gut is aber ich war damals warscheinlich ziemlich .. hm nunja Ende