"Nur in Deutschland macht man sich unmöglich, wenn man das Offensichtliche benennt. Reflexhaft ächtet die liberale Öffentlichkeit Sarrazin, obwohl die Gesellschaft eine faire Auseinandersetzung mit seinen Thesen bräuchte." (sz-online, http://sueddeutsche.de/politik/debatte-um-thilo-sarrazin-feigheit-vor-dem-wort-1.996129, 6.9.10)
Autor dieser Sätze: "Klaus von Dohnanyi (SPD), 82, Jurist, ehemaliger Bundesbildungsminister, von 1981 bis 1988 Erster Bürgermeister von Hamburg." (ebd.)
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/18-prozent-wuerden-sarrazin-waehlen/
Die Parallelen find ich ja schon beängstigend. Große Zeitungen veröffentlichen Texte, in denen einer liberalen Öffentlichkeit die Ächtung einer Person und deren Thesen vorgeworfen wird, als sei das etwas Verbotenes. Laut einer Umfrage würden 20% der Wahlberechtigten eine Protestpartei wählen und das aufgrund der Nennung eines einzelnen Namens.
Eine Person, der viele hinterher laufen. Eine Meinung, die angeblich viele vertreten (aber nicht sagen dürfen), wird vom vorherrschenden Diskurs verdrängt. Kommt mir alles n bisschen zu bekannt vor...
Montag, 6. September 2010
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Fraaanz
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Sonntag, 25. April 2010
Kruzifix nochamal
http://www.newspoint.cc/artikel/Weltweit/Oezkan_gegen_Kruzifixe_in_Schulen_56592.html#commentreplies1416613
Lest euch einfach mal die Kommentare durch.
Meine Güte. Ich bin mir grad selber nicht mehr sicher, ob in Deutschland Kirche und Staat gesetzlich getrennt sind. Falls nicht, wärs langsam mal Zeit. Weil weder Kruzifixe noch Symbole irgendwelcher anderer Religionen was in Klassenzimmern zu suchen haben.
Ich mein boaleg, was die Typen da für Nazirhetorik verfassen! Kein reflektierter Gedanke, lauter Angst vor der Übernahme Deutschlands durch den Islam, Hetze gegen Türken...viel Zeit müsste man sich mal nehmen und ganz viel Antworten schreiben...
(Wobei, um auf die Symbolik zurückzukommen, Lichtschwerter über der Tafel...oder Spaghettis...)
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Fraaanz
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Montag, 22. März 2010
Wovon einem nicht langweilig wird
""ich habe mich, als ich klein war, in manchen Sachen GEIRRT!! Ja, alle haben richtig gehört, ich bin UNPERFEKT und kann FEHLER machen. Also mit so einem wie mir würde nun wirklich keiner diskutieren wollen."
"Doch ich, ich mag mit dir eindeutig diskutieren! Perfektion und Besserwisserei sind echt abstoßend, ich stehe auf Kanten und Ecken. Und auf die dazu passenden Gefühle wie Streit und Versöhnung. Sonst ist das Leben langweilig."
Ich kann mit solchen Kommentaren einfach nichts anfangen. Ich glaub, ich hab noch nie so gedacht. Die Aussage ist doch irgendwie völlig sinnleer, oder? Ich kann nirgendwo ansetzen, ich meine, natürlich ist das Leben ohne Gefühle langweilig! Und warum führen Kanten und Ecken zu Streit und Versöhnung? Und was ist überhaupt Perfektion? Der Kommentar klingt so..."ich finds toll wie unangepasst ich bin und dass ich Perfektion nicht mag, wo doch alle Welt nach Perfektion strebt" und mwoalegg. Sagt mir bitte, was mich daran stört, mich stört der ganze Schmonz nämlich unglaublich, aber ich kanns einfach net in Worte fassen.
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Montag, 25. Januar 2010
insert wortspiel mit nazis und piraten here
Kleine Linksammlung zum Thema "Die Piratenpartei blickt den Unterschied zwischen Faschismus und Demokratie nicht":
http://www.spreeblick.com/2010/01/22/zieht-die-piratenpartei-sachsen-ihre-unterstutzung-fur-die-demo-nazifrei-dresden-stellt-sich-quer-zuruck/
http://www.spreeblick.com/2010/01/22/zieht-die-piratenpartei-sachsen-ihre-unterstutzung-fur-die-demo-nazifrei-dresden-stellt-sich-quer-zuruck/#comment-744680
http://www.fixmbr.de/zitat-des-tages-die-piraten-segeln-weiter-in-trueben-gewaessern/
http://www.svenscholz.de/index.php/nazis-und-die-meinungsfreiheit/
http://www.jensscholz.com/2010/01/piratendiskussionen.htm
Sven Scholz gerät manchmal mit wenig durchdachten Äußerungen etwas ins Straucheln und sollte vielleicht ein bisschen mehr seine Gedankengänge begründen, ansonsten gut. Der Kommentar auf Spreeblick fasst das ganze recht deutlich zusammen. Auf der Homepage der Piraten steht aktuell diese Meldung: http://www.piratenpartei.de/node/1026
Vermutlich sind die Führungspositionen inzwischen mit intelligenteren Leuten besetzt als diesem islamophoben Typen kürzlich. Aaron König, glaube ich.
Die Kommentare dazu allerdings, von wegen der Aufruf zum Protest wäre zu plakativ in der Nähe von Linken angesiedelt, geht mir schon wieder gegen den Strich...Plakativer Aufruf bedeutet nicht Gewaltbereitschaft. Plakativer Aufruf heißt hier ganz offensichtlich, dass Plakate aufgehängt werden, die in deutlichen Worten dazu aufffordern, den Naziaufmarsch zu stoppen, mehr nicht. Wenn jemand eine Blockade als Gewalt betrachtet und eine Gegendemo lieber vom Balkon aus organisiert, weil man den Nazis ja ihren Freiraum lassen muss, dann...naja, aber es steht ja in den anderen Artikeln. Wenn jemand ein Statement abgibt, dass er gegen Nazis ist, aber sich gegen die anständige Demo stellt,...und schon wieder lande ich bei den anderen Artikeln. Manmanmanman.
Und noch was zum Lachen:
http://www.fixmbr.de/das-geheime-tagebuch-des-marcell-davis/
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Montag, 18. Januar 2010
Paradise for protesters
"Gleichzeitig sind die Strafen in Japan viel höher als bei uns, wenn man gegen das Versammlungsrecht verstößt." (ZEIT Campus, Ausgabe 6/09)
- Der tatsächliche Sinn des Satzes ist relativ offensichtlich. Aber wortwörtlich genommen steht da, dass man in Japan viel mehr Geld zahlen muss als in Deutschland, wenn man nicht auf einer Demo erscheint. Angesichts der schweigenden, akzeptierenden Masse in Deutschland wäre das vielleicht mal eine gute Sache...
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Donnerstag, 14. Januar 2010
Kritik der blinden Standhaftigkeit
Noch eine Antwort, diesmal auf diesen Kommentar zu diesem (bereits erwähnten) Text.
"Zeugen Jehovas waren die einzigen Insassen der KZ, die sich durch eine Willenserklärung, in der sie ihrem Glauben abschworen, hätten freikaufen können und so die KZ hätten verlassen dürfen"
Das ist doch ein absurdes Beispiel dafür, was Fanatismus anrichten kann - Ein Mensch wird durch Fanatiker, in diesem Fall die Nazis, unterdrückt bzw. gefoltert. Er könnte sich durch eine Willenserklärung, im Endeffekt eine Unterschrift, dieser Folter entziehen. Das würde bedeuten, dass er sich von seinem eigenen Fanatismus (wenn Glaube soweit geht, für ihn zu sterben, mag ich ihn Fanatismus nennen)lossagt, was beide Fanatiker - der Nazi und der Zeuge - durch eine Unterschrift als gültig ansehen würden. Eine Unterschrift. Der Zeuge könnte sein Leben retten und seinen Glauben weiterdenken (und nach Ende der Terrorherrschaft auch weiterleben), macht das aber nicht, weil er so sehr auf seinen Glauben versessen ist, dass er ihn niemals, nicht einmal, wenn es um sein Leben geht, durch eine Unterschrift verleugnen würde.
Die Unterschrift wird als Verleugnung instrumentalisiert doch nur durch ihn; er müsste die Verleugnung nicht einmal denken, sondern nur die Unterschrift als Freilassung betrachten! Das soll ich respektabel finden? Den Zeugen als wahrhaft gläubigen Menschen, der zu seinem Glauben steht, loben? Er steht gegen eine Unterschrift, die die Nazis (und durch seine Verweigerung auch er) als Verleugnung instrumentalisieren. Das ist nicht heldenhaft, das ist absurder Blödsinn. Wenn der Zeuge einen Menschen töten müsste, um freizukommen, dann würde ich die Verweigerung ja verstehen. Aber eine Unterschrift? Absurder. Blödsinn.
Wenn ich aufschreiben müsste, dass ich mich von meiner Weltanschauung lossage, um meinen Peinigern zu entkommen, dann würde ich mir nicht denken "Oh nein, ich Sünder habe mich von meiner Weltanschauung losgesagt, alle meine Freunde werden mich hassen" (um mal die Religion rauszunehmen), sondern "Geile Scheiße, ich muss nur diesen Wisch schreiben und darf gehen und trotzdem glaub ich noch daran, dass alle Menschen gleich sind. Leck mich krass, sind die Nazis scheiße blöd."
Wenn mir jetzt jemand kommt von wegen "Das ist aber das Konzept des Glaubens", dann antworte ich: Ja, das ist das Konzept des Glaubens, und genau deshalb finde ich gläubige Menschen so extrem kritisierungswürdig! (das war jetzt euphemistisch, richtig) - Wie kann man sich so blind einer Doktrin unterwerfen? Wie kann man für die Doktrin an sich, nicht mal für eine reale Verteidigung eines Inhalts, einer Aussage dieser Doktrin, sterben?!
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Religions-nicht-Kritik
Eine Antwort auf diesen Text, der eine Antwort auf diesen Kommentar zu dem darüberstehenden Text war.
Die Meinung, die in dem oben genannten Zitat wiedergegeben wird, halte ich erstmal nicht für schlecht, sondern schlicht für naturwissenschaftlich richtige Aussagen, die eine Absurdität feststellen, die durchaus Interesse am Fach hervorrufen kann.
Ich hab kürzlich gesagt, dass mir Religion ziemlich egal ist. Entscheidend ist ja, was der Mensch macht, und schlechtes macht er auch ohne seine Religion. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt meine Aussage stehen.
Interessiert bin ich an Religion im Sinne des Zitats von nerdcore. Ich finde es interessant, dass Frau Schmitz sich an eine Illusion wendet; verstehen kann ich das, wenn sie niemand anderen zum Reden hat. Ich finde es auch interessant, dass Glaubenskrieger wie bin Laden oder Bush, auf Grundlage ihrer Interpretation diverser alter Texte (oder Halluzinationen, im Falle des Bushes), andere Kulturen vernichten wollen.
Aber ich toleriere doch Religion? Ich verurteile niemanden, der gläubig ist, pauschal wegen seines Glaubens. Und vor allem verurteile ich nicht die Religion. Ich wundere mich vielleicht, weil ich eine Lösung für meine Probleme ohne das Anhängsel "Glaube" suche und oft auch finde. Aber tolerieren erlaubt wundern. Tolerieren erlaubt ja sogar ärgern, aber trotzdem dulden. Ärgern tu ich mich über Religion nicht, nur über die Leute, die die Religion vorhalten, um sich Menschenrechtsverletzungen oder ähnliches zu rechtfertigen. Das würden sie aber auch ohne Religion schaffen, also stört mich die Religion da nicht mehr so sehr.
Insgesamt stört mich also eigentlich nur der Fanatismus, der durch Religionen wirkt.
Und es stört mich, wenn Glaube institutionalisiert wird in Form von Kirchen, deren Oberhäupter dann eventuell fragwürdige Meinungen verlauten lassen können, die auf eine ganze Menge Menschen leitend wirken. Da stören mich aber letztlich auch wieder nur die Menschen, die da ihre Macht für etwas (miss)brauchen, was ihrer Meinung nach, ihrem Weltbild nach, richtig ist. Wenn sie das Weltbild aus der Religion ableiten, dann sind da wiederum letztlich die Menschen schuld, die ihren Kindern diese eventuell fragwürdigen Meinungen in Form von Religion anerzogen haben.
Du schreibst noch, dass persönlicher Glaube nicht verwerflich ist - sehe ich, grundsätzlich, genauso. Außerdem schreibst du, dass Toleranz demgegenüber unerlässlich ist und ich halte Toleranz da einfach für das falsche Konzept, was in dem wirren Text gerade auch rausgekommen sein sollte: Ich toleriere natürlich, dass jemand grundsätzlich an irgendetwas glaubt bzw. irgendein Weltbild, irgendeine grundlegende Theorie für richtig hält. Aber ich darf unbedingt dieses Weltbild kritisieren. Tust du ja auch, wenn du dem institutionalisierten Glauben Verabscheuung entgegenbringst und dich gegen eine Aussage des Papstes richtest. Es geht hier nicht um Toleranz, sondern um das Nachdenken und Reflektieren verschiedener Weltanschauungen.
Mein Schluss ist also, dass es ganz einfach auf den Menschen ankommt, nicht auf die Religion, insofern ist mir diese erstmal egal.
Wenn ich das ganze Bild als eine Entwicklung betrachte, führt mich das auch dazu, dass ich den Menschen, nicht die Religion kritisiere, weil meiner Meinung nach der Mensch die Religion geschaffen hat. Nach der Ansicht der Gläubigen wäre da natürlich eher Gott zu kritisieren, der ja den Menschen geschaffen hat, daraus wird sich aber durch den Sündenfall rausgeredet, der den Menschen ja erst verdorben hat.
Ich nehme also meine Aussage "Religion is scheiße alder" zurück. Hab ich schon vor nem halben Jahr, und durch den Text will ich das nur noch mal unterstreichen, weil du meinen Kommentar ja anscheinend als Kritik an der Religion verstanden hast bzw. der Kommentar allgemein religions-, nicht menschenkritisch rüberkam.
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Freitag, 13. November 2009
1933 plus 1968 ergibt 2009
Im Deutschen Historischen Museum kann man zur Zeit eine Ausstellung zum Thema "Fremde? Bilder von den Anderen in Deutschland und Frankreich seit 1871" besichtigen, die sich mit der Entstehung und Entwicklung von Fremdbildern in den genannten Staaten beschäftigt.
Wie ich gerade auf zeit.de gelesen habe, wurde dort auf einer Texttafel zensiert.
Ich zitiere:
"Der ursprünglich vorgesehene Text hatte mit den Sätzen geendet: »Neue Gesetze über Staatsangehörigkeit und Zuwanderung schufen erst seit der Jahrtausendwende die neuen Rechtsgrundlagen. Während innerhalb Europas die Grenzen verschwinden, schottet sich die Gemeinschaft der EU zunehmend nach außen ab. Die ›Festung Europa‹ soll Flüchtlingen verschlossen bleiben.« In der nun ausgestellten Version fehlen die letzten beiden Sätze. Stattdessen steht da nun die staatliche Bekanntmachung: »Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert seitdem staatlicherseits die Integration von Zuwanderern in Deutschland.«" (Quelle s.o. Link)
Immerhin steht das auf zeit.de...Hoffentlich begreifen die Leser, was das eigentlich für Deutschland bedeutet: Offene politische Zensur in einem Land, das zwei Diktaturen innerhalb von 60 Jahren erlebt hat. Wir haben Glück, dass es das Internet gibt und Chefredakteure, die ihr Rückgrat nicht an Lobbyisten und Politiker verkauft haben.
Bleibt wachsam. Haltet die Augen und die Ohren offen, schreibt und schreit auf. Wir haben kostbarstes Gut, eine freiheitliche Demokratie, ein Grundgesetz, unsere Freiheit zu verteidigen.
Wenn die Bildung privatisiert und kapitalisiert wird (A. Doerpinghaus - Plädoyer wider die Verdummung. Pflichtlektüre), die Jugend nicht gebildet, sondern ausgebildet und verdummt wird und sich Kulturminister wieder Zensur erlauben können, dürfen wir nicht ruhig bleiben. So pathetisch das klingt.
Die Unibesetzungen in Deutschland, Österreich und diversen anderen Ländern sind nur der Anfang!
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Donnerstag, 5. November 2009
Resignation ist kein Gesichtspunkt
Der Satz aus der Überschrift stammt von Kästner. Kästner überhaupt spielt in meinem lyrischen Leben zur Zeit eine recht große Rolle - ich hab seine gesammelten Werke zum Geburtstag bekommen. Und an seinen Satz muss ich mich wirklich halten, denn: wenn ich mir seine publizistischen Schriftstücke durchlese, nagen heftige Zweifel an mir, wofür man überhaupt politisch ist. Alles, wirklich, wirklich alles, was ich kritisieren will an unserer Gesellschaft, an der "Trägheit der Herzen", hat Kästner schon veröffentlicht. Mit seinen Kollegen, genannt seien Tucho und Brecht, hab ich mich noch nicht so intensiv auseinandergesetzt, aber bei ihnen dürfte es genau so sein. Sie haben zu ihrer Zeit die Zustände kritisiert und leider hat sich nichts geändert, auch wenn die allgemeine Auffassung aufgrund gewisser geschichtlicher Hintergründe anders aussieht und die Parole "WR und BRD kann man nicht vergleichen" vorgehalten wird.
Blödsinn. Die erste und die zweite deutsche Republik sind vergleichbar und nur, dass die Verfassung damals beschissen war und jetzt gegen Missbrauch großteils abgesichert ist, heißt noch lange nicht, dass die Gesellschaft heutzutage nicht beschissen ist. Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Vernachlässigung der Jugend, das wurde alles schon mal kritisiert und ich weiß wirklich oft nicht mehr, warum ich noch darüber schreiben soll, wenn offensichtlich nicht einmal die Worte von solchen Größen gehört oder verstanden werden.
Kästner, der Kinderbuchautor.
Aber - Resignation ist kein Gesichtspunkt. Wenn keiner mehr aufschreibt, was ihn stört, dann kommen die ganzen Schweine noch ungeschorener davon. Wenn keiner mehr Steine in den Weg legt, um einen schöneren zu bauen, dann bleibt der Weg hässlich. Möchte nicht wissen, was passiert wäre, wenn wir gar keine Kästners und Brechts gehabt hätten.
Idealismus ist ein Gesichtspunkt. Solang die Scheiße sich nicht verschlechtert, muss ich das als Erfolg werten, die Vergangenheit zeigt mir, dass es viel besser nicht wird.
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Montag, 2. November 2009
philosophic theory I
why virtual life is better than real life: if you want to end a discussion, you just shut up and eventually set the other person on "ignore".
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Dienstag, 29. September 2009
Erdenbrechts revisited
Hab kürzlich mal wieder bei Familie Erdenbrecht vorbeigeschaut, man hat mir erzählt, dass ich damals einen Teil der Kinderspiele verpasst hab. Bevor nämlich der große dünne Bruder in seiner Eigenschaft als Barbarossa angefangen hat, die Schiffe der Majestät zu überfallen, hat er sich schon an der Fischerei in seinen Gewässern versucht. Sein Vater (der vom Bruder, nicht der von Barbarossa) hat mir geflüstert, dass der kleine dicke Bruder inzwischen seine hochentwickelten Fischunternehmen von Lego Technic vor des Barbarossas Küste stationiert hat. Da blieb Barbarossa, so der Papa, nicht mehr viel übrig als die Barbarei, weil der mit seinen Playmobilfiguren gegen Lego Technic natürlich nicht anstinken kann.
Armer Barbarossa.
Zitat Olli Schulz: "Wir treten jetz die ganze Scheiße in Arsch, da."
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Dienstag, 1. September 2009
Kommentar zu Kommentaren
Das tolle an Kommentaren, also nicht diese Kommentare-unter-Blogeinträgen, sondern diese Blogeinträge selbst, die journalistische Form des Kommentars, das tolle daran ist ja, dass sie, gerade der zuletzt veröffentlichte, immer angreifbar sind, weil sie nur einen kleinen Teil einer großen Meinung wiedergeben (außer man ist richtig gut, aber das bin ich noch lange nicht). Ich finde ja selbst schon wieder die Punkte, die man sofort angreifen könnte... dieser polemische Schlusssatz mit der CDU zum Beispiel, in einem Blog mit Lesern würde der sofort einen Kommentar bekommen (ich geh jetzt nicht näher drauf ein, was der Inhalt sein könnte - am Schluss nehm ich einem potentiellen Kommentator seine Chance zum Kommentar), der ganze polemische Teil mit den Wilden, was soll das überhaupt? Gibt ja gewisse Definitionen, hach, und dann mein Gutmenschentum im Großen und Ganzen.
Und das ist nicht nur ironisch betrachtet toll, sondern wirklich, weil nur so kann ja Diskussion entstehen. Meine Güte, wenn ich nur unangreifbares Zeug veröffentlichen würde, das wenigstens in sich schlüssig und hieb-und stichfest wäre! Ich würde, wenn überhaupt, nur noch lobende und dumme Kommentare, aber keine kritischen mehr bekommen und mich jeglichem Meinungsaustausch verweigern. Diese zwei Posts hier wurden ja gestartet durch einen Kommentar zu einem Kommentar zu einem Kommentar zu einem Kommentar zu einem Video, da sieht mans ja schon. Außerdem, verdammt, jeder steht doch auf Kommentare unter seinen Posts! Irgendeine Meinung liest man immer noch lieber als gar keine Meinung!
Vielleicht schreib ich mal meine ganze Meinung hieb-und stichfest in ein Buch mit vielen Seiten (und auch Bildern, dann schaut vielleicht auch Kai Diekmann rein), dann können alle begeistert sein von mir oder sich drüber aufregen, was ich für ein Idiot bin mit meiner ganzen tollen Meinung, aber wenigstens gibts dann keine Diskussion mehr, dass ich ja unschlüssige Texte (geht das überhaupt, unschlüssige Texte? Germanistisch betrachtet?) raushau.
Naja, bisher gibt es die Diskussion noch gar nicht, also greift dieser Kommentar zum Kommentar zum... ich erspars euch, er greift vor. Darf er ja auch, ist ja von mir. Eines Tages werdet ihr mich zahlreich kommentieren, und dann werde ich, eines noch späteren Tages, genanntes Buch veröffentlichen, mich nicht mehr in Wiederholungen ergehen und genannte Diskussionen unmöglich machen.
Oh Gott, das strotzt ja schon wieder nur so vor Blödsinn! Herrlich.
Schlafense gut, meine Damen und Herren, ich geh was lesen. Irgendwas mit Meinung, damit ich was lerne, indem ich mental kommentiere und mir die Diskussion lebhaft vorstelle.
Mit unheimlich vielen Gnomen.
30.
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Verteidigt die Wilden!
Schreibt da einer auf Youtube:
Kinderschänder und Ehrenmorde sind dank der islamischen Ideologie insbesondere in der Türkei fest in der Kultur verankert. Bitte verwechsel das nicht mit Deutschland [muss wohl irgendjemand Deutsche als Kinderschänder bezeichnet haben oder ähnliches, hab mir den Rest nicht wirklich angeschaut - Anm. d. Red.] - die Wilden leben in der Türkei und begründen ihre wiederlichen Taten mit dem Koran.Antworte ich:
Ganz abgesehen davon können wir natürlich ausgehend von einigen Fällen auf das ganze wilde türkische Volk schließen, wo alle den Koran als Mordlegitimation nutzen. Du urteilst vom hohen Thron einer sicheren westlichen Demokratie - waren nicht Hexenverbrennung und Kreuzzüge auch mal "fest in der Kultur verankert"? Versuch doch besser, eine entsprechende Entwicklung zu unterstützen, anstatt Bezeichnungen wie "Wilde" zu verwenden...oder gehen wir jetzt wieder kolonisieren?Und die Antwort ist noch dazu streckenweise großer Blödsinn. Ich suggeriere durch meine Aufforderung, eine Entwicklung weg von der Hexenverbrennung hin zur supertollen westlichen Demokratie zu unterstützen, ja tatsächlich, dass die Türkei so weit zurück ist, dass sie eine krasse Entwicklung nötig hat und letztendlich tatsächlich ein unterentwickeltes Volk von Wilden ist. Das ist aber sicher nicht meine Meinung. Ich glaube, dass der Fanatismus ein Problem darstellt, mit dem das Volk aber früher oder später fertig werden wird. Und, um den Kirchenvergleich doch noch einmal anzustrengen, wer sagt denn überhaupt, dass, wie gesagt, diese Verhältnisse fest verankert sind? Nicht jeder ist tief religiös, das war nicht mal im Mittelalter in Deutschland so (damals waren die Sanktionen aber um einiges härter, wenn man nicht tief religiös war, man bedenke also mal, wie weit die Türkei da schon ist; vielleicht sogar dank des Erfahrungsaustausches, den Türken durch Einwanderung nach Deutschland und Kommunikation mit der Heimat erfahren haben).
Und wer definiert überhaupt "Wilde"? Was bitte ist denn wild? Ist es wild, Tiere zu jagen und in einfachen Behausungen zu wohnen? Ist es wild, sein Leben nach einer Religion zu richten, um es sich einfacher zu machen und eine Stütze im Leben zu haben, was auch immer diese Religion vorschreibt? Oder ist es wild, mit Massenvernichtungswaffen Völker zu bombardieren, mit Waffenexport sein Geld zu verdienen und die CDU in die Regierung zu wählen?
30.
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Fraaanz
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22:22
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Montag, 27. Juli 2009
Guerillero
Es wird Zeit für eine Revolution, finde ich. Muss mir nur noch überlegen, mit welchem Ziel, welchem politischen Hintergrund und wer charismatisch genug ist, um größere Massen zu mobilisieren. Außerdem muss ich mein Hintergrundwissen über jegliche Regierungsform und soziale Konzepte fundieren. Ha, zum Glück studier ich bald entsprechendes. Wenn der Professor wissen würde, was für ein dummer Idealist vor ihm sitzen wird, würde er wohl trotzdem weiterlesen, weil er weiß, dass Idealismus als erstes an meiner Faulheit scheitert.
Gebt mir nur einen Grund, die Fesseln der Faulheit abzulegen! Einen Anstoß, um das Spiel in Gang zu bringen! Die Ideen sind da, nur die Backform für die Revoluzzer-Plätzchen fehlt noch.
Wenn die Autos vor euren Türen brennen, wisst ihr Bescheid, dass ich mit all den hier aufgeworfenen Fragen und Problemen ins Reine gekommen bin.
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Sonntag, 26. Juli 2009
Buchrezensionen I - Kästner, Zeh, etc.
Erich Kästner: Gedichte
Richtig guter Gedichtband, der einen ausgezeichneten Überblick auf die verschiedenen Stilausprägungen Kästners gibt. Alles dabei - die regimekritischen Gedichte ab, nunja, 1925 (er hat recht früh begriffen, was da los war), die Epigramme, sozialkritisches für jede Jahreszeit, anwendbar immer, egal in welchem Jahrhundert, Gedanken über jede Lebenslage. Ironisch, zynisch, witzig, traurig, bissig, melancholisch, hintergründig, selbstreflektierend und -kritisierend.
Eine Art Whiskeytasting, nur mit mehr Kästner und weniger Suff, aber genauso viel Erleuchtung.
Juli Zeh: Spieltrieb
Unglaublich abgefuckte, intelligente Charaktere, eine Bildsprache und Metaphorik von einem anderen Stern, hintergründig bis in den letzten menschlichen Abgrund, detailliert; außerdem gespickt mit Fachwissen, vor allem juristischem. Lesenswert genauso wie alles andere, was die Dame veröffentlicht.
Pervers gut, unbedingt lesenswert.
Ich hab nicht so viel gelesen in letzter Zeit, schlechtes kann ich auch nicht empfehlen, weil ich in letzter Zeit nichts schlechtes gelesen habe (mein Gott, die Wortwiederholungen. Zum Glück bin ich kein pedantischer Deutschlehrer, sondern nur pedantischer Lektor, da kann ich sowas auf den Autor schieben). Ich belasse es also bei diesen zwei und schließe mit der üblichen Sammlung.
Grundsätzliche Leseempfehlungen: Terry Pratchett: Die Scheibenweltromane (Beste satirische Fantasy seit immer bis in alle Ewigkeit), Jean-Christophe Rufin: Globalia (wie beschreibt ich das in wenigen Worten...einer dieser Utopia-Romane, interessante Gedankengänge, alles sehr cool verstrickt), Walter Moers: Der Schrecksenmeister (Wundervoll. Aus der Zamonien-Reihe), Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (Muss ich auch mal wieder lesen)
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Fraaanz
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Musikrezensionen I - Kooks, Coldplay, Peter Fox
The Kooks - Inside In Inside Out
Mein erstes Indie-Album. Was soll ich groß sagen? Taugt. Gute Partylieder zum Abdäncen, einige wenige ruhige Stücke; macht Spaß.
Anspieltipps: Seaside, See The World
Coldplay - leftrightleftrightleft
Andere Liga, anderes Ergebnis: Das kostenlose Live-Album hat mich so hinterrücks vom Sessel gehauen, dass ich mir am liebsten alle Aufnahmen dieser Ausnahmeband in meine Sammlung einverleiben möchte, allein das Geld dazu fehlt. Unglaubliche Gefühle, unglaubliche Stimmung und die Songs klingen live noch dreimal besser als sonst, nicht zuletzt aufgrund der geschätzten 50.000 Fans, die mitsingen. Weckt in mir den Wunsch, einmal auf Rock im Park aufzutreten. Soundqualität ist, wie es sich für Livealben heutzutage gehört, ausgezeichnet und außerdem:
Kostenloser Download hier: http://lrlrl.coldplay.com/leftright.html
Anspieltipps: Viva La Vida, Fix You
Peter Fox - Stadtaffe
Äußerst partytauglich, dürfte inzwischen auch schon jeder gemerkt haben, der nicht den ganzen Tag Black Metal hört. Die "Beats", die größtenteils von Orchester und vier tollwütigen Trommlern erzeugt werden, sind Geschmackssache, unverhofft und oft - mir schmecken sie, drum macht mir das ganze Album auch ziemlich viel Spaß.
Anspieltipps: Schwarz zu Blau, Haus am See
Grundsätzliche Hörvorschläge: ASP - Requiembryo (Gothic Novel Rock, vor allem lyrisch hochwertig), PeterLicht - Lieder vom Ende des Kapitalismus (Nachdenklich stimmende, skurrile Texte) Enter Shikari - Take To The Skies (Atari Metal ins Gsicht)
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Fraaanz
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Filmrezensionen I - mit Clint, Brad und Jim
Herzlich Willkommen zu einem neuen Format auf dieser Plattform: Kurzrezensionen auf kollegmuffel. Fraaaanz (und hoffentlich auch Erik) rezensiert hier in wenigen, mundfaulen Worten Medien, die ihm eventuell gefallen haben - ob das der Fall war, erkennt man dann beim Lesen. Auf den Seziertisch kommen Bücher, CDs/Platten und Filme mit der Voraussetzung, dass Franz (und hoffentlich Erik) Geld dafür ausgegeben hat, die Bücher und CDs also gekauft und die Filme im Kino bzw. auf DVD gesehen hat.
Kurz bedeutet hier noch kurz. Ich zähl die Sätze nicht, aber mehr als 10 pro Kritik solltens nicht werden. Für alles andere bin ich zu faul.
Viel Spaß.
Gran Torino (mit Clint Eastwood)
Guter Film, der einen zum Nachdenken über Integrationsprobleme bringt (vor allem Deutsche, weil sie mal sehen, dass die Sache mit den Türken in Amerika ähnlich, nur mit anderen Darstellern funktioniert; und vor allem, weil der Hauptdarsteller selbst Pole ist. In etwa so, wie wenn bei uns die Gork sich über den Taifun aufregt).
Ob Clint Eastwood lang gebraucht hat, um die Rolle zu spielen, ist eine andere Frage - ich kann mich nicht wirklich erinnern, ob er mehr als einen Gesichtsausdruck gebraucht hat.
Der seltsame Fall des Benjamin Button (mit Brad Pitt)
Ziemlich cooler Film. Einfach wegen der guten Umsetzung der schon länger bekannten Idee, was wohl wäre, wenn man alt geboren und jung sterben würde.
Mit schönen Szenen, ein bisschen was von allem (Liebe, Krieg, Kindheit, Generationenkonflikte, bestimmt auch Rassismus, aber da bin ich mir nicht mehr sicher), und einem Puff.
Vergiss mein nicht! (mit Jim Carrey und Kate Winslet sowie ein bisschen Spiderwoman und Frodo)
Bester Film seit langem für mich. Jim Carrey in einer ernsten Rolle, schon zum zweiten Mal (in 23 wars das erste Mal, soweit ich weiß). Wahnsinn. Mimik bei dem Kerl ja sowieso 1A, Umsetzung der luziden Träume auch einwandfrei, schöne Bilder, schöne Geschichte und völlig wahnwitzige Idee von wegen einzelne Personen aus dem Gedächtnis löschen lassen. Kate Winslet außerdem fast auf Nat-Portman-Niveau, was Wirkung, Aussehen und Spieltechnik betrifft.
Eliah Wood macht mir außerdem mit jedem Film mehr Angst. Bei Sin City war er ja sowieso völlig durchgedreht, aber in der Rolle hier wirkt er immer noch beängstigend: Ich glaube, das ist der Mix aus nem Meter Körpergröße und verrückten Augen.
Grundsätzliche Anschautipps: Lost Highway (unter Alkohol- oder Drogeneinfluss nicht zu empfehlen, auch so schon völlig abstrus), Das Experiment und Lammbock (beide mit Moritz), Drei Männer im Schnee (von Kästner), Indien und Der Knochenmann (Hader! Verdammte österreichische Kabarettszene!).
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Fraaanz
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Samstag, 16. Mai 2009
Kleine Zusammenfassung von, uhm, allem
Hach, wenn ich die Daten noch wüsste...
Nightwish @ Bayreuth (2006)
Children of Bodom/Ektomorf/One Man Army&the undead quartet @ Löwensaal (2006)
Eläkeläiset @ Hirsch (2007)
ASP @ Hirsch (2006)
ASP @ Löwensaal (2007)
ASP @ E-Werk (2008)
ASP @ E-Werk (2008)
Veldensteiner Festival 2007
Summer Breeze 2007
Summer Breeze 2008
UFTG 06
UFTG 07
Hypocrisy/Soilwork/OMAATUQ/Scar Symmetry @Lichtenfels (2007)
Amon Amarth/Wintersun/vergessen @ Lichtenfels (2007)
4rhythm @ KuFo
1. Und wenn ich heimkomm, kuck ich meine Konzertkarten mal durch und versuche Vervollständigung.
2. Verdammte Kacke, ich will Regisseur werden (oder Astronaut, oder Feuerwehrmann). Aber sowas von. Ich inszenier euch alles weg, mann!
3. So als Abiturient unter Studenten kommt man sich übrigens garnicht mehr eloquent vor, oder schlau, oder sprachgewandt (huh, toll, Doktor Zirkelsatz) - blöd, irgendwie, da ja völlig unnötig.
4. Man lese Daniel Kehlmanns "ruhm"!
5. München is mir zu groß, glaub ich...da geht man als Sozialisationseinheit ja völlig unter, wenn man nicht halbwegs irgendwo integriert is!
Now Playing: Lexy& K-Paul - oder beides
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Mittwoch, 18. März 2009
Alles war anders
Alles war anders: Doktor Kelso hatte sich eine Nasen-Op geben lassen, seitdem war er Linkshänder.
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Fraaanz
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22:34
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Samstag, 21. Februar 2009
Philo
...Sophie?
Sie stand auf, eines Tages, konfus, verwirrt. Der Streit war präsent, doch surreal. Die Freunde waren keine mehr, sondern abstrakte Gebilde der Rationalität, in ihrer Wesensart nicht realisierbar für Sophie. Sie hatte das Gefühl, sie verloren zu haben, gleichzeitig Erfahrung, wie immer, gewonnen zu haben, doch verstand sie nichts. Wie war es dazu gekommen? Was war passiert? Selbst Versuche der Rekonstruktion blieben erfolglos. Fortschritte, vermeintliche, waren zwei Schritte zurück.
Sie hatte sich der Realität entfremdet, so weit, wie sie sich nur entfremden konnte. Nichts machte mehr Sinn.
Nichts
Nicht
N
n
Der Verlust
griff sie an in ihrem tiefsten Innern, ungekannte Gefühle brachen in ihr aus, riefen in ihr Bilder hervor, die sie nie zuvor gesehen, die sie nur als Geschichten, als Filme kannte, die für sie ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit waren, die einen Grad der Verrücktheit widerspiegelten, der jeglicher Wahrheit, die sie kannte, wiedersprach...doch sie hatte diesen Grad überschritte N N N N NNNNNnnnnnnnnnNNN
HATte sie? HatTe SIE? weiß sie NICHT VERÜckt WAS
Manchmal überfiel sie ein Gefühl des Wahnsinns
Sie wusste nicht, ob sie SIE war. Sie hielt sich doch immer für...sie...seit einiger Zeit auch für selbst bewusst. selbst sicher. selbst sein. selbst eigen sein persönlichKEIT HIELFEBNSIPUEGHSIPÖFE
Sie dachte
Nach
Einiger Zeit...Gedanken
Nicht die andern
ich
bin schuld. Ich? Ich fühle mich verletzt, ich bin nicht SCHULD ICH BIN VERLETZT WAS passiert HIER erklärt es MIR
ich bin schuld wer ist schuld WER WER WAS WER WIE
dies
ist
verrückt
Beeinflussung
Eigener Wille
Nicht mehr zu unterscheiden
Schlaflos
...
Gedanken ohne Worte.
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Fraaanz
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00:51
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